Krise als Innovationsmotor
Corona überall. Natürlich haben auch wir Fragen, die damit in Zusammenhang stehen, an Roland Baumann,  COO bei Wolf Plastics Österreich.

Herr Baumann, wie ist die Auftragslage zurzeit?

Gut und vor allem stabil. Ich bin froh, sagen zu können, dass wir während der Krise durchgehend gut produziert haben. Wobei der Blasextrusionsbereich, also Kanister, Flaschen und Dosen, im Moment stärker gefragt ist. Er hat sich sogar auf einem höheren Niveau als vor Corona eingependelt.

Welche Produkte werden verstärkt nachgefragt?

Kanister und Flaschen sind besonders nachgefragt. Vor allem das Thema „Desinfektionsmittel“ hat da einen großen Einfluss, da unsere Gebinde hier verstärkt zum Einsatz kommen. Aber auch der Lebensmittelbereich war und ist sehr stark.

Kommen bisherige Nichtkunden mit Anfragen auf WOLF PLASTICS zu? Wenn ja, mit welchen?

Ja, insbesondere in den genannten Produktbereichen Kanister und Flaschen. WOLF PLASTICS leistet einen wesentlichen Beitrag zur Distribution von Hygieneartikeln und Lebensmitteln.

Überlegt man bei WOLF PLASTICS auch Schutzvisiere aus Kunststoff oder Ähnliches herzustellen?

Natürlich sind wir ständig auf der Suche nach neuen Produktentwicklungen, im Moment natürlich mit Coronabezug. Es gibt unterschiedliche Ansätze von Masken bis hin zum Thema Berührungsschutz für Einkaufswagen.

Wie sehen Sie die Zeit nach Corona?

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis wieder „Normalität“, wie wir sie kennen, eingekehrt ist. Einige Themen werden sicherlich nachschwingen, bspw. das Thema „Desinfektionsmittel“. Aber ich sehe der Zeit aus Sicht WOLF PLASTICS positiv entgegen, und ich denke, dass wir zusammen mit unseren Kunden auch diese Zeit gut überstehen werden.

Was war und ist das WOLF PLASTICS-Erfolgsrezept in der Krise?

Zunächst hieß es: Ruhe bewahren! Es war ein strukturiertes Vorgehen gefragt. So wurde zunächst im Führungsteam diskutiert und besprochen, wie die Vorgehensweise sein sollte. Als das feststand, wurden die Maßnahmen in den Abteilungen umgesetzt. Wichtig war es vor allem, die Mitarbeiter ausführlich zu informieren. Pünktlich zu Beginn des Lock-downs waren wir für alle Eventualitäten gerüstet. Da wir wegen der Produktion für den Lebensmittelbereich ohnehin schon sehr strenge Hygienestandards hatten, mussten wir nur etwas nachrüsten und auf die Abstandsregeln achten.

Von unseren Kunden bekamen wir ausgesprochen gutes Feedback, was die Abwicklung in der Coronakrise betraf. Wir waren in der Lage, die Lieferketten vom Lieferanten bis zum Kunden zufriedenstellend zu managen und konnten durchgehend lieferfähig bleiben. Trotz der Unsicherheiten an den Grenzen.

Welche Chancen ergeben sich nach Ihrer Meinung aus dieser historisch einzigartigen Situation für die Kunststoffverpackungsindustrie?

Ich hoffe auf eine stärkere Differenzierung im Kunststoffbereich. Wir sehen, dass Kunststoff als Verpackung, etwa für Desinfektionsmittel, eine sehr gute Lösung sein kann. Hier gilt es aber zu überlegen, wie wir stärker in eine Art Mate-
rialkreislauf kommen, und man sollte auch den Kunststoff als Verpackung entsprechend in ein besseres Licht rücken.

Darüber hinaus glaube ich auch, dass wir unseren bestehenden, aber auch einigen neuen Kunden, zeigen konnten, dass wir in jeder noch so schwierigen Ausnahmesituation für sie da sind und dass auf uns Verlass ist.

Wie geht es Ihren Mitarbeitern in der Krise?

In den herausfordernden letzten Monaten war die volle Motivation unserer Mitarbeiter zu spüren, sie stehen geschlossen hinter dem Betrieb. Mein Dank gilt allen unseren MitarbeiterIn für ihre Loyalität und ihr Engagement, weil sie wie immer Großartiges geleistet haben. Wir werden gemeinsam gestärkt aus der Krise hervorgehen.

 

 

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